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Nimm ein Gackerl für mein Sackerl- oder doch eher umgekehrt

13.Jän.2011 01:57:25
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Hunde in Wien, bzw. Hundekot in Wien


Hunde in Wien ist ein Thema das bewegt. Meine Erfahrungen die ich in 2 Jahren als Hundehalter gemacht habe, könnten ein Buch füllen. Zumal polarisiert man mit dem treuen Freund des Menschen sehr. Auf der einen Seite gibt es die Fraktion "WiekannmannureinenHundinderStadthalten,desormeViech" und auf der andern Seite die Fraktion "WennmankeinenHundhatistdasLebennichtlebenswert". Ich gehöre zur zweiteren. Ein großes Vorurteil der Wiener Bevölkerung ist, dass die immer motschgern also nörgeln. Am liebsten wird über Innovation gemotschgert. In den 70ern des letzten Jahrtausends wurde über die U-Bahn gemotschgert, zuwos Wien a U-Bahn braucht. Eines der top Motschger Themen war sicherlich in den 90ern das Haas Haus vis a vis vom Steffl.

Aber der Motschger-Evergreen ist sicher das Hundstrümmerl in der Stadt. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo ich mit Blick auf den Boden gerichtet durch die Straßen gegangen bin, denn a la Hans Guck in die Luft, hatte oft fatale Folgen, nein, ich meine nicht den Sturz in den Donaukanal, oder Kopf an der Laterne anhauen. Viel schlimmer.

Denn mit Riemchensandalen in einen Hundehaufen zu steigen der so groß ist wie eine Portion Spagetti, ist fatal.

Diese Problematik beschäftigte mehrere Bürgermeister, Spezialeinheiten für die Beseitigung der Hinterlassenschaft des Hundes wurden geschaffen. Automatische Hundekotsaugmaschinen wurden in Wien getestet, die in Paris täglich im Einsatz waren. Jedoch für Wien erfolglos, es hieß damals der Kot der Pariser Hunde sei härter und dadurch besser beseitigbar.

Dann wurde unter anderem eine eigene Berufsgruppe geschaffen, die Waste Watcher. Nicht zu verwechseln mit den Weight Watcher.

Mit Uniform und Schreibblock adjustiert, zogen diese ihre Runden um einen Hund inflagranti beim gacki machen zu erwischen, um dann dem Frauli oder Herrli ein Strafzetti zu verpassen.

Das alles brachte jedoch nicht den erhofften Erfolg. 

Wien ist anders, seit Jahrzehnten ist es in anderen Ländern üblich das vom Hundsi verrichtete Geschäft mit einem Sackerl zu entfernen. In Wien wurde erst 2007!!!! die Innovation Plasitksackerl präsentiert.

Die "Nimm ein Sackerl für mein Gackerl" - Automaten.

Seit ca. 3,5 Jahren gibt es diese Sackerl gratis an 2.500 Entnahmestellen und es funktioniert. Man kann seinem Liebling mit gutem Gewissen beim Gacken zu sehen, nimmt dann diese neumodische Erfindung "Sackerl", hebt das vom Hund produzierte auf, verknotet es, denn man möchte dem armen Mistkübelstirler das ersparen, was  vor Jahren meinen Füßen wegen der Riemchensandalen widerfahren ist, ersparen und entsorgt es fachgemäß im Mistkübel.

 



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